Verfasser-Archiv

Polygame Bienen steigern ihre Fitness

Auf den ersten Blick erscheint die Strategie nicht sonderlich klug: In den Staaten sozialer Insekten wie Bienen, Wespen und Ameisen verzichten die Arbeiterinnen eigene Nachkommen und ziehen stattdessen die Töchter ihrer Mutter – der Königin – auf. Diese extreme Form des Altruismus, die in der Sterilität der Arbeiterinnen gipfelt, beunruhigte schon Darwin, schien es doch seiner Theorie der Selektion zu widersprechen. Warum diese Strategie in der Evolution trotzdem erfolgreich war, beschreibt Prof. Rüdiger Wehner von Zoologischen Institut der Universität Zürich in der “Neuen Züricher Zeitung“. Und ganz nebenbei erläutert er auch noch, warum ausgerechnet Bienenköniginnen ein ausgesprochen polygames Sexleben führen.

Kreationismus: Kein Grund zur Sorge?

Die Zeitschrift GEO macht das, was guter Journalismus immer machen sollte. Sie lässt Siegfried Scherer zu Wort kommen, der zuvor in einem Beitrag von Ulrich Kutschera (ebenfalls bei GEO) scharf angegriffen vorden war. Hier also die Position des Molekularbiologen Siegfried Scherer, der zu den Kritikern der Evolutionstheorie gehört. Machen Sie sich selbst ein Bild.

Partnerwahl: Gefangen in der Evolution

Bereits der Naturforscher Charles Darwin hatte im 19. Jahrhundert vermutet, dass Frauen bei der Partnersuche die Wahl treffen. In einer Studie, die in den „Proceedings“ der Nationalen Akademie der Wissenschaften in den Vereinigten Staaten veröffentlicht wurde, wurden für diese Vermutung wieder einmal Belege gefunden. Die Zahl der Probanten war zwar statistisch ziemlich irrelevant. Nett ist die Geschichte (z.B. hier in der FAZ) trotzdem, auch weil Sie das bestätigt, was jeder sowieso schon zu wissen glaubt.

Warum Darwin kein Darwinist war

… erklärt der Biologe und SZ-Journalist Markus C. Schulte von Drach in der “Süddeutschen Zeitung” in einem kurzen Artikel, in der er die damaligen Differenzen zwischen Charles Darwin und Alfred Russel Wallace erklärt und erläutert, warum Wallace für seine Evolutionsmodell einen Gott brauchte, Darwin dagegen nicht..

Das Kreuz mit dem Zufall

Warum ist es für viele Menschen so schwierig zu akzeptieren, dass die Entstehung von Leben ebenso wie der Tod Produkte des Zufalls sind und keinem göttlichen Plan folgen? Der Berliner Biologe und Philosoph Cord Riechelmann versucht in der taz eine lesenswerte Antwort auf diese Frage.

USA fehlt es an wissenschaftlichem Nachwuchs

Der USA geht der naturwissenschaftliche Nachwuchs aus. Das berichtet der “New Scientist“. Danach hat die Regierung unter George W. Bush 33 Milliarden $ für mehr Mathematik und naturwissenschaftlichen Unterricht an Schulen bereit gestellt. Den Rest des Eintrags lesen »

“Amerika haben wir schon verloren”

Thomas Metzinger lehrt Philosophie an der Universität Mainz. In der aktuellen “Zeit” erläutert er in einem Interview, warum man keine Seele braucht, um den Menschen erklären zu können und warum er die gegenwärtige Rückwendung zum Religiösen für gefährlich hält. Den Rest des Eintrags lesen »

“Der Kreationismus ist ein florierendes Business”

Ulrich KutscheraDer Kasseler Evolutionsbiologe Ulrich Kutschera kritisiert in einem Interview mit der Zeitschrift “GEO“, dass die Evolutionsbiologie zu wenig in Schulen und Universitäten beachtet wird. Er stelle stattdessen ein immer größer werdendes Interesse am Kreationismus fest. Ein lesenswertes Interview, in dem Kutschera auch erläutert, wie Kreationisten in Deutschland agieren und warum er inzwischen öffentliche Diskussionen mit Evolutionskritikern ablehnt: “Wenn irgendwo eine Diskussion über Kreationismus ansteht, werden erst mal die Zeugen Jehovas und die Evangelikalen rekrutiert.”