Der Kulturkampf zwischen bibeltreuen Anhängern des Kreationismus und modernen Evolutionsforschern greift von den USA auf Europa über. Selbst die “Wirtschaftswoche” nimmt sich jetzt dieses Themas an und setzt sich kritisch mit der Offensive der Kreationisten auseinander.
Interessant an diesem Artikel ist auch die breite Resonanz der Leser. Auf der Leserbriefseite zeigt sich, dass die verschiedenen Spielarten religöser Erklärungsmuster für die Existenz des Lebens, seien sie radikaler Kreationismus oder “Intelligent Design” offensichtlich ein breites Bedürfnis befriedigen. Die Auseinandersetzung um die Evolutionstheorie ist auch in den gebildeten Schichten angekommen - auch hier gibt es Kreationsiten, die sich zu Wort melden. Sie muß deshalb offensiv und vor allem inhaltlich erneut geführt werden.
Der Gedanke, dass der Mensch ein zufälliges Produkt der Evolution und nicht deren Ziel ist, scheint für viele, gleich welchen Bildungsgrades, eine solche Kränkung darzustellen, dass sie sich mit allen Mitteln dagegen wehren müssen. Leider! (Ich hätte nicht gedacht, dass diese Auseinandersetzung noch einmal notwendig sein würde.)
Deshalb: Das Lager der “Kreationisten” als ein Lager der Dummköpfe abzutun, ist eher kontraproduktiv. Streiten wir!